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Salon am Donnerstag

Best Age Forum in Leipzig

  • Gäste und Geschichten

    Der Salon am Donnerstag ist das monatliche Highlight im Best Age Forum der Rahn Education. Veranstaltungsort ist der Stiftungssaal der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur am Markt 10 in Leipzig. Hier kommen prominente Gäste aus der Region und darüber hinaus auch Gäste in interessanten Themensalons zu Wort. Die Gesprächsreihe findet einmal im Monat, meist am 3. Donnerstag statt.

    In einem kurzweiligen Gespräch zwischen Salongast und Moderator/Moderatorin wird über Unterhaltsames und Wissenswertes aus dem Leben eines Prominenten berichtet oder Einblicke in spannende Themen gewährt. So zählten zu den bisherigen Gesprächsgästen dieser Veranstaltungsreihe unter anderem der weltbekannte Kammersänger Peter Schreier, die Schriftsteller Helmut Richter, Adel Karasholi, Werner Heiduczek und Clemens Meyer. Weiterhin der Kabarettist und Autor Gunter Böhnke, der Schauspieler Peter Sodann, der Schöpfer der Deckenmalerei im Gewandhaus Sieghard Gille sowie der Drehbuchautor und Regisseur Hans-Werner Honert, um nur einige zu nennen.

  • Kommende Salons

    Alle kommenden Salons finden Sie in unserer Terminübersicht.

  • Folgende Veranstaltungskoordinaten sind gültig für alle Salons

    ORT: Saal, Markt 10, 04109 Leipzig, Handwerkerpassage, linker Eingang, 1. OG
    EINLASS & WILLKOMMENSGETRÄNK: ab 16:30 Uhr
    GESPRÄCHSBEGINN: 17:00 Uhr
    AUSKLANG: 19:30 Uhr

    EINTRITT: Vorverkauf: 8,00 EUR (ermäßigt 5,00 EUR) | Abendkasse: 10,00 EUR
    RESERVIERUNG: Telefon: 0341 3939-4210 | E-Mail: bestageforum@rahn.education
    Aufgrund der begrenzten Kartenzahl ist eine Reservierung nur bei Abholung bis 3 Tage vor der Veranstaltung möglich.

    KAUF VON TICKETS:
    Best Age Forum | Markt 10 | 04109 Leipzig | Handwerkerpassage, linker Eingang, 1. OG | Montag bis Freitag 10:00–16:00 Uhr

    ABENDKASSE: Restkarten sind an der Abendkasse ab 16:30 Uhr erhältlich.

  • Rückblicke auf vergangene Salons

  • Salomthema: Ein Leben für die Demokratie

    Salomthema: Ein Leben für die Demokratie

    Prof. Dr. Bernhard Vogel

    Unter dem Motto „Ein Leben für die Demokratie“ stand der Salon am 4. Oktober, kurz nach dem „Tag der Deutschen Einheit“. Professor Vogel kann auf eine außergewöhnlich erfolgreiche politische Karriere zurückblicken. Im Gespräch mit Dr. Bernd Landmann beschrieb er, wie seine politische Laufbahn nach dem Eintritt 1960 in die CDU begann und Vieles sich auch glücklich fügte.

    Das Publikum erfuhr, wie er Ministerpräsident von zwei Bundesländern wurde und welch unterschiedlichen Anforderungen er sich dabei stellen musste. Mit nur 44 Jahren bekleidete er das Amt in Rheinland-Pfalz zum ersten Mal und sammelte wertvolle Erfahrungen für seine weitere Laufbahn. 1989 wurde er im Alter von 60 Jahren Landesvater von Thüringen und hatte dieses Amt elf Jahre inne.

  • Die größte Herausforderung als Ministerpräsident von Thüringen bestand für ihn darin, das Bundesland kurz nach der Friedlichen Revolution fit für die Zukunft zu machen und dabei neue Strukturen zu schaffen. Mit seinem Wirken in Thüringen leistete er einen großen Beitrag zur Wiedervereinigung. Zeit seines Lebens war Bernhard Vogel davon überzeugt, dass die Spaltung Deutschlands unnatürlich sei und dass Freiheit und Einheit zusammengehören.

    Wichtig waren ihm immer die Beziehungen zu Polen, Frankreich und Israel, betonte er. In seinen zahlreichen Warschau-Besuchen führte er Gespräche mit polnischen Politkern wie beispielsweise Marek Prawda. Auch das Anliegen das Klima zu Frankreich zu verbessern, das in den Anfangsjahren der Bundesrepublik, durch den 2. Weltkrieg nicht zum Besten stand, gab weitere interessante Einblicke in sein Wirken.

    Der zweifache Vorsitzende der Konrad Adenauer Stiftung, dessen Ehrenvorsitzender er heute noch ist, plauderte auch über seine Sicht auf Konrad Adenauer und wie er Helmut Kohl erlebte.

    Zum Ende des Gespräches gab er den interessierten Besuchern noch seinen Blick auf die momentane Situation in Deutschland und Europa mit auf den Weg. Der Zustand Deutschlands sei nicht so gut wie er es sich wünschen würde. Nach seiner Einschätzung befasst sich die Politik zu wenig mit den Anliegen der Bürger und räumt der AFD mehr Raum in der Diskussion ein als sie verdient. Doch jede Generation steht vor Ihren eigenen Herausforderungen und er sei zuversichtlich, dass auch die Heutige die anstehenden Probleme lösen werde.

    Nach der Pause las er aus dem Buch „Deutschland aus der Vogelperspektive“, das er zusammen mit seinem Bruder Hans-Jochen Vogel (SPD) schrieb. Anschließend stellte er sich Fragen des Publikums.

    Prof. Vogel ist seit einigen Jahren Schirmherr unserer Freien Grundschule in Altenburg und der Rahn Schulen Kairo.

    Der Oktobersalon fand auch in den regionalen Medien Beachtung. So wurde das Interview mit Professor Vogel am 6. Oktober im Leipzig Fernsehen gezeigt.

  • Salonthema: Rollentausch – Abschied als Gastgeber

    Salonthema: Rollentausch – Abschied als Gastgeber

    Dr. Bernd Landmann

    Der Septembersalon war ein Besonderer für unsere Salonreihe. Dr. Bernd Landmann, unser langjähriger Gastgeber und Hauptmoderator, der maßgeblich an der heutigen Beliebtheit unserer „Salons am Donnerstag“ beteiligt war, verabschiedete sich an diesem Abend aus seiner bisherigen Rolle, wird uns aber in Zukunft auch weiterhin als einer unserer Gastmoderatoren begleiten.

    Unter dem Motto „Rollentausch“ ließ sich Dr. Landmann zur Abwechslung als Gast auf Herz und Nieren prüfen. Diese Rolle übernahm unser Nachbar und Kollege vom Polnischen Institut Filiale Leipzig Bernd Karwen.

    Unter den vielen Besuchern des Salon waren sowohl Zuhörer, die Dr. Landmann als Moderator der Veranstaltungsreihe kennen- und schätzen gelernt haben, als auch Wegbegleiter seines langen und erfolgreichen Berufslebens.

     

  • Unter anderem bot seine Zeit als Deutschlehrer am Herder-Institut die ihn in Länder wie Ägypten und Schweden führten, einen Fundus an erzählenswerten Ereignissen.

    Das Publikum erlebte eine interessante Zeitreise, die mit viel Humor in lockerer Atmosphäre einen Blick in seinen persönlichen Lebensweg erlaubte. Mit unterhaltsamen Episoden schilderte er uns seinen beruflichen Werdegang, der durch die verschiedenen Gesellschaftsformen der wechselhaften, deutschen Geschichte führte.

    Der Abend wurde vom rumänischen Pianisten Cristian Dirnea am Flügel begleitet.

  • Salonthema: Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen (Arnold Schönberg)

    Salonthema: Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen (Arnold Schönberg)

    Regine Möbius

    Der „Salon am Donnerstag“ vor der Sommerpause stand ganz im Zeichen des 75. Geburtstages der engagierten Kulturpolitikerin und Autorin Regine Möbius. Nicht nur Bekannte, Freunde, Verwandte und Salon-Stammgäste waren deshalb zum Gratulieren gekommen, sondern auch kulturpolitische Wegbegleiter und Mitstreiter. Seien es die Direktorin der Leipziger Städtischen Bibliotheken  Susanne Metz, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates Olaf Zimmermann, der extra aus Berlin anreiste, oder die Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) Eva Leipprand sowie der Landesvorsitzende dieses Verbandes Steffen Birnbaum – sie alle fanden wertschätzende Worte in Ihren Gruß- und Dankesreden für die engagierte Kulturpolitikerin, die Mutter und Oma. Im Salongespräch mit Dr. Bernd Landmann, das aus Zeitgründen leider nur auf 20 Minuten begrenzt bleiben musste, entwickelte der Moderator drei Fragekomplexe.

  • Dabei nahm er Bezug auf die schriftstellerischen Lebensläufe von Theodor Fontane, Friedrich Wolf und J. W. Goethe und fragte nach Frau Möbius‘ literarischen Zukunftsplänen, ihrer Haltung zu Wolfs „Kunst ist Waffe“ und nahm Goethes viele Ämter, die ihn verzweifeln ließen, zum Anlass, um nach Regine Möbius‘ Motivation für ihr vielfältiges kulturpolitisches, ehrenamtliches Wirken als ver.di Bundesbeauftragte für Kunst und Kultur, als Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrates und als stellvertretende VS-Bundesvorsitzende zu fragen.

    Schließlich hat die Jubilarin selbst etwas gelesen und ehemalige und gegenwärtige Mitglieder ihrer literarischen Werkstatt boten eine literarische Gruß- und Dankesbotschaft dar. Musikalisch umrahmt wurde der Salon mit einstimmender und ausklingender Jazz-Musik sowie mit Variationen von Liedern „Für Kinder“ von Bèla Bartòk, vorgetragen von Tochter Sybille und Begleitung. Bei anschließendem geselligen Beisammensein klang die gelungene Veranstaltung aus.

  • Salonthema: Sighard Gille – noch immer ruhelos

    Salonthema: Sighard Gille – noch immer ruhelos

    Sighard Gille

    Es passte alles. Der mit 3 Bildern von Sighard Gille geschmückte Saal, die musikalische Umrahmung durch Eisvogel mit Sängerin, Pop-Poetin und Gille-Interpretin Mayjia Gille, Tochter des Künstlers, und das aufschlussreiche und interessante Gespräch. Als Resümee dieser sehr gut besuchten Veranstaltung könnte stehen: Künstler kann man nicht werden, man ist es von Geburt an oder man ist es nicht. Im Dialog zwischen Moderator Bernd Landmann und einem der führenden Künstler Leipzigs, Sighard Gille, über dessen Weg und Werdegang zur Malerei, wurde das deutlicher denn je. Man braucht Leidenschaft, Besessenheit, oft auch finanzielles Durchhaltevermögen und Mut, um gegen alle Widerstände seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Der Meister des Malerischen Sighard Gille, Meisterschüler von Bernhard Heisig und Vertreter der Leipziger Schule steht dafür. Seine Bilder hängen in mehreren Museen und Galerien des In- und Auslandes.

     

  • Seine Deckenmalerei im Leipziger Gewandhaus mit einer ausdrucksstarken Innen- wie Außenwirkung sichert ihm Dauerpräsenz im Stadtbild. Umso interessanter war es für die Besucher zu erfahren, wie es zu diesem Auftrag kam und welche künstlerischen Herausforderungen vor Sighard Gille standen.  

    Das mithilfe des Beamers in Erinnerung gerufene Diptychon Brigadefeier- Gerüstbauer (1977/78) bildete den Einstieg ins Gespräch. War es doch damals Gegenstand konträrer Diskussionen, die den in der DDR herrschenden Kunstverstand bloßlegten. Neu war vielleicht für den einen oder anderen Besucher die Erkenntnis, dass das auf der VIII. Kunstausstellung der DDR gezeigte Diptychon dem Künstler zu einer über die Grenzen der DDR hinausgehenden Anerkennung verhalf.

    Digitalisierte Fotos, auf die im Laufe des Gesprächs zurückgegriffen wurde, zeigten verschiedenen Ansichten seiner Installation „Auswildern“, die gegenwärtig im Leipziger Museum der bildenden Künste zu besichtigen ist sowie Gemälde aus gegenwärtiger Entstehungszeit.  

    Die Besucher des Salons bekamen einen kleinen Einblick in Lebensstationen und Schaffensperioden des Künstlers und wurden durch das interessante Gespräch angeregt, sich erneut oder wieder mit Gilles Kunst zu beschäftigen. 

  • Salonthema: Geschichtenerzähler in verschiedenen Welten

    Salonthema: Geschichtenerzähler in verschiedenen Welten

    Hans-Werner Honert

    An diesem Donnerstag kamen trotz der vielfältigen Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse viele Besucher zum Gespräch und der anschließenden Lesung mit Hans-Werner Honert ins Schumann-Haus. Wer da war, hat es nicht bereut, denn Honert versteht es nicht nur als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Geschichten durch die Welt des Films zu erzählen, sondern hat auch seinen ersten Roman unter dem Titel „Maria und der Patriot“ vorgelegt. Mit seinem humorvollen Blick auf seinen erfolgreichen beruflichen Lebensweg und auf die Gesellschaft in der er lebte sowie auf die, in der er heute lebt, hatte er die Aufmerksamkeit, Lacher und Sympathien des Publikums  gleich auf seiner Seite. In lockerer Atmosphäre erzählte er spannend und interessant über seinen Weg zum Regisseur und gewährte den Besuchern einen kleinen Einblick in die Filmwelt hinter der Kamera.

  • Eingestimmt und begleitet wurde der Salon durch Filmmusik, die der rumänische Pianist Cristian Dirnea am Flügel darbot. Nach der Pause las Honert ausgewählte Passagen aus seinem Buch. Darin erzählt er im Spiel zwischen Fiktion und Realität eine Liebesgeschichte und verknüpft sie mit der Suche nach den Auftraggebern des  politischen Mordes am deutschen Manager und ersten Treuhand-Chef Detlef Karsten Rohwedder. Da die Umstände des Mordes bis heute ungeklärt sind, kommen schnell Verschwörungstheorien und Spekulationen auf. Wer mehr erfahren will, sollte das Buch unbedingt lesen.

  • Salonthema: „Aus meinem Zettelkasten“

    Salonthema: „Aus meinem Zettelkasten“

    Peter Sodann

    Im ausverkauften Salon am Donnerstag sprach Peter Sodann, Schauspieler, Regisseur und langjähriger Intendant des "neuen theater" in Halle, über Höhen und Tiefen seines bewegten Lebens. Wie in seiner Autobiografie "Keine halben Sachen – Erinnerungen" waren wichtige Stationen seines Werdegangs sowie Personen, die seinen Lebensweg beeinflussten, Gegenstand seines Dialogs mit Moderatorin Dr. Angelika Neumann-Pudszuhn. Die Besucher spürten, dass da jemand nicht nur über sich spricht, sondern teilweise auch über ihre eigene Lebensgeschichte. Es waren berührende Erinnerungen eines Prominenten, der als streitbarer Zeitgenosse und Querdenker trotz mancher Enttäuschung und Kränkung sich immer treu geblieben ist. Nach der Pause verknüpfte Peter Sodann Gedichte mit eigenen Geschichten, las aus Briefen und Maireden, parodierte ein ost- und westdeutsches Ehepaar auf der Reise und war wieder ganz in seinem Element. Es war ein nachdenklicher und unterhaltsamer Salon. Die Zuschauer dankten es mit lang anhaltendem Beifall.

  • Salonthema: Schriftsteller im Dialog

    Salonthema: Schriftsteller im Dialog

    Werner Heiduczek und Clemens Meyer

    Der Salon im Oktober, der in diesem Jahr im Rahmen des Leipziger Literarischen Herbstes stattfand, löste einen wahren Besucheransturm aus. Nach der Eröffnung durch die Projektleiterin des Literaturfestivals, Regine Möbius, moderierte Dr. Bernd Landmann feinfühlig eine Gesprächsrunde zwischen dem Nestor der DDR-Literatur Werner Heiduczek und dem um 50 Jahre jüngeren Erfolgsautor Clemens Meyer. Auf die anfangs gestellte Frage des Moderators, was Luther, der im 500-jährigen Reformationsjubiläum im Mittelpunkt des diesjährigen Leipziger Literarischen Herbstes steht, beiden Autoren bedeute, antwortete Clemens Meyer zögerlich. Für ihn sei seine Zeit als Bauarbeiter besonders prägend gewesen. Dort habe er wie Luther "den Leuten aufs Maul" geschaut und viel gelernt.

  • Von besonderem Interesse in dieser Veranstaltung war - neben dem Werdegang beider Autoren zum Schreiben – die außergewöhnliche Freundschaft zwischen ihnen sowie die Anziehungskraft der Literatur des jeweils anderen. Die erste Begegnung mit der Literatur Heiduczeks geschah bei Meyer über die Kinderliteratur, später schrieb er in der FAZ einen Artikel zu Heiduczeks 80. Geburtstag. Darauf folgten eine Einladung zum Kaffee und der Beginn dieser besonderen Freundschaft. Werner Heiduczek wiederum sieht im Leben Meyers Parallelen zu seinem Leben beim Ringen um "Glanz und Elend beim Schreiben".

    In der Pause gab es Gelegenheit zum Bucherwerb und zum Signieren. Nach der Pause lasen beide Autoren aus Ihren Werken, Heiduczek aus dem Essayband "Vom Glanz und Elend des Schreibens" und Meyer aus dem Erzählband "Die stillen Trabanten". Svitlana Kapitonova begleitete die Veranstaltung thematisch am Flügel. Die anwesenden Schriftsteller Adel Karasholi und Helmut Richter bemerkten am Ende: "Eine schöne Veranstaltung". Dem ist nichts hinzuzufügen.

  • Salonthema: Das mach’ ich doch im Schlaf

    Salonthema: Das mach’ ich doch im Schlaf

    Gunter Böhnke

    Unser Gast im Salon am Donnerstag, Gunter Böhnke, zog erneut so viele Besucher an, dass bereits eine halbe Stunde vor Einlass die ersten vor der Tür warteten. Später konnten nur Ersatzstühle den Drängenden weitere Sitzmöglichkeiten bieten. Dieser Zuspruch kam nicht zufällig, denn Kabarettist und Vollblutsachse Gunter Böhnke stellte sich im ersten Teil des Salons den Fragen von Moderator Dr. Bernd Landmann mit Ernst und Humor. Böhnkes Lieblingsspruch: „Was Sachsen sin von ächtem Schlaach, die sin nich dod zu griechn!“ (Lene Voigt), passt so recht zu ihm und seinem Lebensweg. So kam die Geschichte der „academixer“, zu dessen Gründungsmitgliedern er gehört, ebenso zur Sprache wie sein beruflicher Werdegang vom Schuldienstverweigerer zum Freiberufler als Übersetzer, Kabarettist und Buchautor. Man erfuhr, dass Lene Voigt, die sächsische Mundart-Dichterin, allen Mitgliedern des Kabaretts „academixer“ inspirierendes Vorbild war, weil ihre Texte voller Sympathie für die sächsische Sprache und die einfachen Menschen sind.

  • Ja, überhaupt das Sächsische! Es bietet in seiner differenzierten Ausprägung vom Dresdner übers Leipziger und Chemnitzer Sächsisch viel humoristischen Stoff. Und so zeigte Gunter Böhnke im 2. Teil des Salons Kostproben seines Könnens. Er spielte und sang sich in die Herzen der Besucher mit Texten, die brillant, mit Augenzwinkern und selbstbewusst sächsisch dargeboten wurden. Und man erfuhr manch Wissenswertes über Sachsen. Wem es nach mehr Wissen drängte, konnte seinen Wissensdurst durch Erwerb eines Buches löschen. In der Pause standen „Mein Leipzig. Geliebtes Weltendorf“, „Der Sachse liebt das Reisen sehr“ und „50 einfache Dinge die Sie über Sachsen wissen sollten“, alle von Gunter Böhnke verfasst, zur Auswahl und zum Signieren bereit.

    Am Flügel wurde Gunter Böhnke gekonnt von Jörg Leistner begleitet, der die Besucher auch musikalisch auf den Salon einstimmte. Am Schluss sang Böhnke einige Strophen des Sachsen Liedes „Sing, mei Sachse, sing“ und erinnerte damit an Jürgen Hart, den Songtexter und Spiritus Rektor der Academixer, der leider viel zu früh verstarb. So endete erneut eine gelungene Veranstaltung des Best Age Forums und die Besucher dankten mit lang anhaltendem Beifall.

  • Salonthema: Zwei Kruzianer im Gespräch

    Salonthema: Zwei Kruzianer im Gespräch

    Peter Schreier

    In einem einfühlsamen Gespräch zwischen zwei Kruzianern, Kammersänger Professor Peter Schreier und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Hans John, wurde den Besuchern des Salons am Donnerstag am 19. Mai 2016 in einem voll besetzten Saal ein einprägsames Künstlerporträt gezeichnet. Ein ausgewogener Mix aus Gespräch und Musikbeispielen durch eingespielte CD-Aufnahmen belegten den künstlerischen Werdegang eines Ausnahmesängers. Kammersänger Peter Schreier, einer der führenden lyrischen Tenöre des 20. Jahrhunderts, schaute mit Dankbarkeit auf ein erfülltes Leben zurück. Seine Sängerlaufbahn begann in Dresden, der Stadt, der er sich bis heute stark verbunden fühlt. Als Kind erlebte er die Zerstörung Dresdens und der Kreuzkirche, was für ihn prägend war. Kreuzchorkantor Rudolf Mauersberger erkannte sein Knabenalt, förderte ihn und übertrug ihm bald solistische Partien. Die Besucher des Salons hörten als Musikbeispiel aus der Johannespassion von J. S. Bach Peter Schreier mit "Es ist vollbracht".

  • Im vertrauten, freundschaftlich verbundenen Du entlockte der Moderator Professor John dem Salongast so manche Episode. So erfuhr man, dass seine künstlerische Entwicklung nicht ohne Brüche verlief. Bei einem wichtigen Auftritt erzeugte Lampenfieber so viel Angst, dass ihm die Stimme versagte, was ihn stark verunsicherte. Sein Lehrer zeigte hierfür kein Verständnis. So ging Peter Schreier nach Leipzig zum Rundfunkchor unter Leitung von Herbert Kegel. Das Singen dort half ihm über die Verunsicherung hinweg und weckte sein Interesse an und seine Liebe zum weltlichen Liedgut, deren Interpretation er später zur künstlerischen Meisterschaft führte. Besonders begeisterten ihn Lieder und Texte aus der Zeit der Romantik. Seine bevorzugten Liedkomponisten wurden Schubert und Schumann. Am Liedbeispiel "Mein" aus Schuberts "Die schöne Müllerin" demonstrierten drei Fassungen die Interpretationskunst Schreiers.

    Die Anregung, Wagner zu singen, erhielt Schreier von einem so bedeutenden Dirigenten wie Herbert von Karajan. Ausdruck ihres meisterhaften Zusammenspiels bezeugte jene Episode, in der Schreier Karajan fragte, wie er sich stimmlich dem Orchester anpassen solle. Und dieser antwortete: "Singen Sie nur. Ich werde Sie begleiten."

    Heute steht Peter Schreier nicht mehr als Sänger auf der Bühne, sondern als Dirigent vor dem Orchester. Als Ehrenvorsitzender des Kunst-und Kulturverein "Robert Schumann" in Kreischa engagiert er sich für die alle zwei Jahre stattfindende "Schumannniade".

    Am Ende der Veranstaltung war ein Künstlerporträt entstanden, das einen Weltstar mit künstlerischer Vielfalt zeichnete – einen Weltstar ohne Allüren, bescheiden und seiner Heimat stark verbunden. Die Besucher dankten es mit viel Applaus. Für die Veranstalter des Best Age Forums war es eine Ehre, Kammersänger Professor Peter Schreier als Gesprächspartner begrüßen zu dürfen.

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