Wir sind für Sie da: 0800 - 3939-000
deutsch

Salon am Donnerstag

Best Age Forum in Leipzig

  • Gäste und Geschichten

    Der Salon am Donnerstag ist das monatliche Highlight im Best Age Forum der Rahn Education. Veranstaltungsort ist der Stiftungssaal der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur am Markt 10 in Leipzig. Hier kommen prominente Gäste aus der Region und darüber hinaus auch Gäste in interessanten Themensalons zu Wort. Die Gesprächsreihe findet einmal im Monat statt.

    In einem kurzweiligen Gespräch zwischen Salongast und Moderator/Moderatorin wird über Unterhaltsames und Wissenswertes aus dem Leben eines Prominenten berichtet oder Einblicke in spannende Themen gewährt. So zählten zu den bisherigen Gesprächsgästen dieser Veranstaltungsreihe unter anderem der weltbekannte Kammersänger Peter Schreier, die Schriftsteller Helmut Richter, Adel Karasholi, Werner Heiduczek und Clemens Meyer. Weiterhin der Kabarettist und Autor Gunter Böhnke, der Schauspieler Peter Sodann, der Schöpfer der Deckenmalerei im Gewandhaus Sieghard Gille sowie der Drehbuchautor und Regisseur Hans-Werner Honert, um nur einige zu nennen.

  • Kommende Salons

    Alle kommenden Salons finden Sie in unserer Terminübersicht.

  • Folgende Veranstaltungskoordinaten sind gültig für alle Salons

    ORT: Saal, Markt 10, 04109 Leipzig, Handwerkerpassage, linker Eingang, 1. OG
    EINLASS & WILLKOMMENSGETRÄNK: ab 17:30 Uhr mit Willkommensgetränk
    GESPRÄCHSBEGINN: 18:00 Uhr
    AUSKLANG: 20:00 Uhr

    EINTRITT: Vorverkauf: 10,00 EUR (ermäßigt 7,00 EUR für Inhaber/-innen des Leipzig Passes, Schwerbeschädigte) | Abendkasse: 12,00 EUR
    RESERVIERUNG: Telefon: 0341 3939-4210 | E-Mail: kartenreservierung@rahn.education
    Aufgrund der begrenzten Kartenzahl ist eine Reservierung nur bei Abholung bis 3 Tage vor der Veranstaltung möglich.

    KAUF VON TICKETS:
    Best Age Forum | Markt 10 | 04109 Leipzig | Handwerkerpassage, linker Eingang, 1. OG | Montag bis Freitag 09:00–16:00 Uhr

    ABENDKASSE: Restkarten sind an der Abendkasse ab 17:30 Uhr erhältlich.

  • Rückblicke auf vergangene Salons

  • Moderation: Korinna Heintze

    Moderation: Korinna Heintze

    Dr. Gregor Gysi im Salon am Donnerstag

    Am 23.01.2020 durften wir mit Dr. Gregor Gysi einen ganz besonderen Gast zum Salon am Donnerstag begrüßen. Es ist ein Abend mit vielen Lachern. Gysi ist nicht nur Rechtsanwalt und Politiker, sondern auch ein passionierter Geschichtenerzähler, und so ist der kurzweilige Abend reich an komischen aber auch bizarren Anekdoten aus seinem Leben, die er in seiner Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig“ zusammengetragen hat.
    Gut gelaunt erzählt Gysi vor ausverkauften Saal von seiner Familiengeschichte, von seinen bayrischen Wurzeln, vom Großvater, der aus Russland ausgewiesen wurde und dem Ur-Ur-Ur-Großvater Robert Oettel, der als erster ganzjährig eierlegende Hühner aus China importierte und zum Begründer der deutsche Rassegeflügelzucht wurde: „Jedes Mal, wenn Sie ein Ei oder ein Hühnerbein essen, denken Sie daran, dass Sie das meiner Familie zu verdanken haben!“. Sein Vater war Kulturminister der DDR, sodass im Elternhaus Gysis stets internationale Gäste ein und aus gingen. Dies habe sein Weltbild nachhaltig geprägt.
    Doch auch aus seinem eigenen Berufsleben gibt es viel zu berichten; von seiner Zeit als Anwalt, in der er unter Kollegen als „der Pingel“ verrufen war, weil er durch seine genaue wörtliche Auslegung der Gesetze für die Mandanten manch einen Fall überraschend gewinnen konnte, und aus der Zeit als Politiker, in der er vor allem ein entscheidender Akteur der Wendezeit war.
    Zum Abschluss philosophiert Gysi über das Alter und die Weisheit, die er „plötzlich nach dem 70. Geburtstag“ erlangt habe. Er kann nun Dinge mit mehr Gelassenheit betrachten und endlich die Privilegien des Alters genießen: „Früher bin ich im Bus für andere Leute aufgestanden, heute bleibe ich einfach sitzen!“.

  • Moderation: Korinna Heintze

    Moderation: Korinna Heintze

    Tom Pauls zum Salon am Donnerstag

    Am 21.11.2019 war es soweit, wir konnten Tom Pauls, einen der beliebtesten und bekanntesten Kabarettisten der sächsischen Mundart, in unserem Salon begrüßen.
    Die gebürtige Sachsen-Anhaltinerin Korinna Heintze führte durch den Abend, und natürlich mussten zu Anfang erst einmal die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Dialekte geklärt werden. Im Laufe des Abends erhielt das Publikum interessante Einsichten in das Leben und Wirken von Tom Pauls.

    Er plauderte über wichtige Ereignisse seines Lebens, wie die Gründung der Ilse-Bähnert-Stiftung, die sich dem Erhalt und der Pflege der sächsischen Mundart widmet oder die Eröffnung des Tom-Pauls-Theaters in Pirna. Inzwischen arbeitet er dort auch immer wieder mit seinen drei Söhnen und seiner Schwester Irina Pauls, einer bekannten Choreografin und Regisseurin zusammen. Zwischendurch gab es kleine kabarettistische Einlagen aus seinem Repertoire, und wie zu erwarten blieb im rappelvollen Saal kein Auge trocken. Nach der Gelegenheit dem Kabarettisten Fragen zu stellen, endete der gelungene Abend passend mit einem Stück der Leipziger Mundartdichterin Lene Voigt.

  • Moderation: Claudia Töteberg

    Moderation: Claudia Töteberg

    Susanne Kucharski-Huniat im Salon am Donnerstag

    Zwei miteinander verschränkte Jubiläen bildeten die geheime Folie dieses Abends, der aus vielfältigen interessanten Erinnerungen seinen Reiz bezog: der 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution und das nun 25 Jahre währende Wirken von Susanne Kucharski-Huniat als Kulturamtsleiterin der Stadt Leipzig. Sie war der Stargast des Oktobersalons. Wer gekommen war, erlebte einen emotional bewegenden, informativ bereichernden, aber auch recht humorvollen Abend. Wer über sich selbst lachen kann, ist sich der Sympathie seiner Mitwelt natürlich unbedingt sicher. Das Publikum  hatte sie aber schon gleich zu Beginn restlos für sich eingenommen, als sie einen Text vorlas, den sie in der Nacht nach der legendären Leipziger Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989 unter dem unmittelbaren Eindruck der erlebten Ereignisse niedergeschrieben hatte. Die in Gang gekommene Umwälzung   bestimmte dann ihr weiteres Leben und durch ihre Tätigkeit  zunächst als Stadträtin von Bündnis 90/Die Grünen und dann als Kulturamtsleiterin wurde der mächtige Impuls, den sie empfangen hatte, auch wieder für Leipzig fruchtbar. Sie hat sich mit vielen Dingen, die sie bewirkt oder mitbewirkt hat, unauslöschlich in die Leipziger Kulturgeschichte nach der Friedlichen Revolution eingeschrieben. PolitikerInnen mit authentischer Ausstrahlung, denen man Bürgernähe und Sich Abmühen für das Gemeinwohl gepaart mit Bescheidenheit wirklich abnimmt, gibt es nicht wie Sand am Meer. Susanne Kucharski-Huniat ist so eine solche. Dafür bekam sie am Ende verdientermaßen viel warmherzigen Applaus.

  • Thomas Bickelhaupt und Georg Christoph Biller

    Thomas Bickelhaupt und Georg Christoph Biller

    Georg Christoph Biller

    Am 19.09.2019 konnten wir Georg Christoph Biller in unserem Salon begrüßen.

    Er plauderte mit Thomas Bickelhaupt, selbst ehemaliger Thomaner und Co-Autor des Buches „Die Jungs vom hohen C – Erinnerungen eines Thomaskantors“.

    In unserem gut gefüllten Saal sprachen sie über Ihre Jugend im Thomanerchor. Dabei setzten die beiden ehemaligen Thomaner sich auch sehr kritisch mit dem Chor der 50er und 60er Jahre auseinander. Natürlich wurde auch die Zeit Billers als Thomaskantor besprochen, der über 20 Jahre die Geschicke des Chores mitbestimmte. Mit Humor und Nachdenklichkeit gab es viele Geschichten zu erzählen. Im Anschluss konnten noch Fragen gestellt werden, die Herr Biller beantworte. Wer allerdings noch mehr darüber wissen möchte, wird in seinen schriftlichen Erinnerungen fündig.

     

  • Henner Kotte zu Gast im Best Age Forum

    Henner Kotte zu Gast im Best Age Forum

    Henner Kotte

    Unter dem Motto „Mord, Betrug und Kneipengänge“ war Henner Kotte in unserem Junisalon zu Gast. Der erfolgreiche Autor, Moderator und Experte für Stadtrundführungen der besonderen Art ist den meisten Leipzigern wohlbekannt. Zum Auftakt gab es eine kleine Lesung mit dem für ihn typischen, schwarzen Humor. Danach plauderte der studierte Germanist mit Kulturpatin Gudula Kienemund über seine Lebensstationen, seine ungewöhnlichen Stadtführungen und wie er zum Schreiben kam. Mit viel Witz erhielt das Publikum Einblicke in unzählige persönliche Geschichten und erfuhr, dass seine Leidenschaft für wahre Kriminalfälle schon im zarten Kindesalter von seiner Großmutter geweckt wurde. Der umtriebige Autor rekonstruiert aber nicht nur wahre Verbrechen. 2018 erhielt er den ITB BuchAward für seine Reihe sächsischer Reiseführer, in der er die 99 besonderen Seiten der Städte und Regionen Sachsens beleuchtet. Nach der Pause gab es Auszüge aus dem Buch „Populäre Sächsische Irrtümer“ und seiner aktuellen Neuerscheinung "Populäre Sächsische Hofgeschichten“. Das Publikum, das der Wärme im Saal trotzte, wurde mit einem unterhaltsamen Abend und viel Humor belohnt.

  • Der Salon am Donnerstag im April mit unserem Gast Herr Peter Zimmer

    Der Salon am Donnerstag im April mit unserem Gast Herr Peter Zimmer

    Peter Zimmer

    Der in Görlitz geborene Sprechwissenschaftler, ist heute einer der bekanntesten Leipziger Kulturmanager. Er plauderte im Aprilsalon, mit unserem Nachbarn und Kollegen Rainer Mende vom Polnischen Institut, aus dem Nähkästchen.

    Es gab viele interessante Einblicke in seine Lebensstationen und seinen Werdegang. So sprach er über seine Tätigkeit beim Rundfunk, wo er viele Jahre als Moderator beschäftigt war. Unter anderem auch für Sender Leipzig, NDR, WDR und zuletzt beim MDR. Nun ist der Rundfunksprecher im Un-ruhestand.

    Natürlich war auch die Organisation der „Konzerte am Bachdenkmal“ ein interessantes Thema für das Publikum. Dieses Jahr wird die Reihe 40 Jahre alt, es ist die längste ununterbrochene Konzertreihe Leipzigs. Künstler aus aller Welt spielen im Juli und August jeden Jahres im Thomaskirchhof auf. Sorgen um die Besetzung der kommenden Jahre muss sich Peter Zimmer nicht machen, die Warteliste ist lang. Der umtriebige Kulturmanager ist in vielen Bereichen aktiv, so ist er auch der Initiator und frühere Organisator der beliebten Leipziger Operettenbälle und in Prokofjews beliebtem Musikmärchen Peter und der Wolf, begleitet er die Schülerkonzerte des Leipziger Symphonieorchesters im Gewandhaus als Sprecher.

    Für die Gäste gab es im 2. Teil eine kleine Überraschung. Peter Zimmer las aus seinem aktuellen Programm „Märchen für Erwachsene“. Musikalisch wurde er von Frank Novitzky auf dem Saxophon und der Querflöte begleitet.

  • Frau Prof. Johanna Metz und Prof. Werner Schneider

    Frau Prof. Johanna Metz und Prof. Werner Schneider

    Prof. Werner Schneider

    Am 29. März 2019 war Professor Werner Schneider zu Gast in unserem „Salon am Donnerstag“. Der promovierte Physiker, der auch ein Theologiestudium absolvierte ist Initiator und Ideengeber des Kultur- und Gesellschaftsprojektes der Leipziger „Notenspur“.

    Durch den kurzweiligen Abend führte uns Professor Johanna Metz, langjährige Leiterin des Studienbereiches Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.

    Unter dem Motto „Hinter den Kulissen der Notenspur“ erfuhren wir, dass neben der Notenspur noch verschiedene Projekte wie der Notenbogen, der Notenweg und das Notenrad in Planung sind.

  •  

    Professor Schneider nahm das Publikum mit auf eine 20-jährige Reise durch die Höhen und Tiefen dieses Projektes.

    Mit viel Humor berichtete er in zahlreichen Begebenheiten, welche Stolpersteine bei der Umsetzung des Vorhabens zu meistern waren. Dass es manchmal von Vorteil war, Naturwissenschaftler zu sein und Situationen wie die zeitweilige Schließung der Geschäftsstelle wegen Förderkürzungen nicht persönlich zu nehmen.

    Touristen und Leipziger interessieren sich sehr für das Projekt, welches zum Ziel hat, die außergewöhnliche Musiktradition Leipzigs erlebbar und hörbar zu machen. Auch die Schulen binden die Notenspur inzwischen gern mit einem Rundgang durch die Stadt in den Unterricht ein.

    Mit viel Energie und Durchhaltevermögen und auch durch die Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer konnte das Projekt schließlich vorangebracht werden. Die Belohnung war die Auszeichnung mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel am 26. März letzten Jahres. Auch 2019 gibt es wieder die „Notenspur - Nacht der Hausmusik“. Dieses Jahr wird sie am 3. Adventswochenende stattfinden und das Jubiläumsjahr zu Beethovens 250. Geburtstag im Jahr 2020 einleiten.

    Für Werner Schneider gibt es noch viel zu tun, wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg dabei.

    Musikalisch begleitet wurde der Abend von Cristian Mihai Dirnea mit Stücken von Robert Schumann, Edward Grieg, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johann S. Bach.

     

  • Dr. Bernd Landmann und Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate

    Dr. Bernd Landmann und Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate

    Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate

    In unserem Januarsalon am 17.01.2019 konnten wir Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate als Gast begrüßen. Er ist als Großneffe von Haile Selassi nicht nur Mitglied des äthiopischen Kaiserhauses, sondern auch politischer Analyst, Bestsellerautor und Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten. Das brandaktuelle Thema des Abends „Afrika wohin? Politik, Wirtschaft, Migration“ zog viele interessierte Gäste in den fast vollständig ausgebuchten Saal.

    Der Salon wurde durch ein Gespräch mit Dr. Bernd Landmann eröffnet, der den Abend moderierte. Das Publikum erfuhr unter anderem, was dran ist an der Überlieferung, der Gründer Äthiopiens stamme aus dem Hause David.
    Wie das Christentum schon ca. 316 n.Chr. nach Äthiopien kam und damit nach Armenien das älteste christliche Land der Welt ist, oder worin die Bedeutung und Tragik des letzten Kaisers Haile Selassi besteht.

  • Dr. Asfa-Wossen Asserate lieferte viele neue Einsichten und Perspektiven aus der Sicht eines Afrikaexperten. So gab es viele Fragestellungen zum Thema Afrika und Migration zu diskutieren.
    Welche Probleme Afrikas sind auf die Kolonialzeit zurückzuführen?
    Welche Migrationsursachen gibt es?
    Weshalb ist die bisherige Entwicklungshilfe der EU und der USA als problematisch zu bewerten?
    Mit welchen Maßnahmen nähern wir uns wirklichen Lösungen für die Probleme?

    Nach der Pause las Dr. Asfa-Wossen Asserate aus seinem Bestseller „Die neue Völkerwanderung“, anschließend konnte das Publikum Fragen zum Thema stellen.
    Leider war die Zeit zu kurz, um dieses hochaktuelle Thema umfassend zu diskutieren und alle Fragen zu beantworten.

    Für Äthiopien sieht Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate inzwischen wieder optimistisch in die Zukunft. Ist doch seit April letzten Jahres ein Ministerpräsident im Amt, der nach fast 20 Jahren Krieg Frieden mit dem Nachbarland Erithrea schloss und Äthiopien durch Reformen in Richtung Modernisierung und Demokratisierung führen kann.

    Musikalisch begleitet wurde der Abend von Cristian Mihai Dirnea und Rodin Moldovan. Sie lieferten uns einen Vorgeschmack auf Ihr Konzert am 13.03.2019 im Gewandhaus, welches sie gemeinsam mit Ihrer Kollegin Alexandra Paladi geben werden. Das Konzert wird durch unserer Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group unterstützt.

     

  • Salomthema: Ein Leben für die Demokratie

    Salomthema: Ein Leben für die Demokratie

    Prof. Dr. Bernhard Vogel

    Unter dem Motto „Ein Leben für die Demokratie“ stand der Salon am 4. Oktober, kurz nach dem „Tag der Deutschen Einheit“. Professor Vogel kann auf eine außergewöhnlich erfolgreiche politische Karriere zurückblicken. Im Gespräch mit Dr. Bernd Landmann beschrieb er, wie seine politische Laufbahn nach dem Eintritt 1960 in die CDU begann und Vieles sich auch glücklich fügte.

    Das Publikum erfuhr, wie er Ministerpräsident von zwei Bundesländern wurde und welch unterschiedlichen Anforderungen er sich dabei stellen musste. Mit nur 44 Jahren bekleidete er das Amt in Rheinland-Pfalz zum ersten Mal und sammelte wertvolle Erfahrungen für seine weitere Laufbahn. 1992 wurde er im Alter von 60 Jahren Landesvater von Thüringen und hatte dieses Amt elf Jahre inne.

  •  

    Die größte Herausforderung als Ministerpräsident von Thüringen bestand für ihn darin, das Bundesland kurz nach der Friedlichen Revolution fit für die Zukunft zu machen und dabei neue Strukturen zu schaffen. Mit seinem Wirken in Thüringen leistete er einen großen Beitrag zur Wiedervereinigung. Zeit seines Lebens war Bernhard Vogel davon überzeugt, dass die Spaltung Deutschlands unnatürlich sei und dass Freiheit und Einheit zusammengehören.

    Wichtig waren ihm immer die Beziehungen zu Polen, Frankreich und Israel, betonte er. In seinen zahlreichen Warschau-Besuchen führte er Gespräche mit polnischen Politkern wie beispielsweise Marek Prawda. Auch das Anliegen das Klima zu Frankreich zu verbessern, das in den Anfangsjahren der Bundesrepublik, durch den 2. Weltkrieg nicht zum Besten stand, gab weitere interessante Einblicke in sein Wirken.

    Der zweifache Vorsitzende der Konrad Adenauer Stiftung, dessen Ehrenvorsitzender er heute noch ist, plauderte auch über seine Sicht auf Konrad Adenauer und wie er Helmut Kohl erlebte.

    Zum Ende des Gespräches gab er den interessierten Besuchern noch seinen Blick auf die momentane Situation in Deutschland und Europa mit auf den Weg. Der Zustand Deutschlands sei nicht so gut wie er es sich wünschen würde. Nach seiner Einschätzung befasst sich die Politik zu wenig mit den Anliegen der Bürger und räumt der AFD mehr Raum in der Diskussion ein als sie verdient. Doch jede Generation steht vor Ihren eigenen Herausforderungen und er sei zuversichtlich, dass auch die Heutige die anstehenden Probleme lösen werde.

    Nach der Pause las er aus dem Buch „Deutschland aus der Vogelperspektive“, das er zusammen mit seinem Bruder Hans-Jochen Vogel (SPD) schrieb. Anschließend stellte er sich Fragen des Publikums.

    Prof. Vogel ist seit einigen Jahren Schirmherr unserer Freien Grundschule in Altenburg und der Rahn Schulen Kairo.

    Der Oktobersalon fand auch in den regionalen Medien Beachtung. So wurde das Interview mit Professor Vogel am 6. Oktober im Leipzig Fernsehen gezeigt.

     

  • Salonthema: Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen (Arnold Schönberg)

    Salonthema: Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen (Arnold Schönberg)

    Regine Möbius

    Der „Salon am Donnerstag“ vor der Sommerpause stand ganz im Zeichen des 75. Geburtstages der engagierten Kulturpolitikerin und Autorin Regine Möbius. Nicht nur Bekannte, Freunde, Verwandte und Salon-Stammgäste waren deshalb zum Gratulieren gekommen, sondern auch kulturpolitische Wegbegleiter und Mitstreiter. Seien es die Direktorin der Leipziger Städtischen Bibliotheken  Susanne Metz, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates Olaf Zimmermann, der extra aus Berlin anreiste, oder die Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) Eva Leipprand sowie der Landesvorsitzende dieses Verbandes Steffen Birnbaum – sie alle fanden wertschätzende Worte in Ihren Gruß- und Dankesreden für die engagierte Kulturpolitikerin, die Mutter und Oma. Im Salongespräch mit Dr. Bernd Landmann, das aus Zeitgründen leider nur auf 20 Minuten begrenzt bleiben musste, entwickelte der Moderator drei Fragekomplexe.

  • Dabei nahm er Bezug auf die schriftstellerischen Lebensläufe von Theodor Fontane, Friedrich Wolf und J. W. Goethe und fragte nach Frau Möbius‘ literarischen Zukunftsplänen, ihrer Haltung zu Wolfs „Kunst ist Waffe“ und nahm Goethes viele Ämter, die ihn verzweifeln ließen, zum Anlass, um nach Regine Möbius‘ Motivation für ihr vielfältiges kulturpolitisches, ehrenamtliches Wirken als ver.di Bundesbeauftragte für Kunst und Kultur, als Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrates und als stellvertretende VS-Bundesvorsitzende zu fragen.

    Schließlich hat die Jubilarin selbst etwas gelesen und ehemalige und gegenwärtige Mitglieder ihrer literarischen Werkstatt boten eine literarische Gruß- und Dankesbotschaft dar. Musikalisch umrahmt wurde der Salon mit einstimmender und ausklingender Jazz-Musik sowie mit Variationen von Liedern „Für Kinder“ von Bèla Bartòk, vorgetragen von Tochter Sybille und Begleitung. Bei anschließendem geselligen Beisammensein klang die gelungene Veranstaltung aus.

     

  • Salonthema: Sighard Gille – noch immer ruhelos

    Salonthema: Sighard Gille – noch immer ruhelos

    Sighard Gille

    Es passte alles. Der mit 3 Bildern von Sighard Gille geschmückte Saal, die musikalische Umrahmung durch Eisvogel mit Sängerin, Pop-Poetin und Gille-Interpretin Mayjia Gille, Tochter des Künstlers, und das aufschlussreiche und interessante Gespräch. Als Resümee dieser sehr gut besuchten Veranstaltung könnte stehen: Künstler kann man nicht werden, man ist es von Geburt an oder man ist es nicht. Im Dialog zwischen Moderator Bernd Landmann und einem der führenden Künstler Leipzigs, Sighard Gille, über dessen Weg und Werdegang zur Malerei, wurde das deutlicher denn je. Man braucht Leidenschaft, Besessenheit, oft auch finanzielles Durchhaltevermögen und Mut, um gegen alle Widerstände seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Der Meister des Malerischen Sighard Gille, Meisterschüler von Bernhard Heisig und Vertreter der Leipziger Schule steht dafür. Seine Bilder hängen in mehreren Museen und Galerien des In- und Auslandes.

     

  • Seine Deckenmalerei im Leipziger Gewandhaus mit einer ausdrucksstarken Innen- wie Außenwirkung sichert ihm Dauerpräsenz im Stadtbild. Umso interessanter war es für die Besucher zu erfahren, wie es zu diesem Auftrag kam und welche künstlerischen Herausforderungen vor Sighard Gille standen.  

    Das mithilfe des Beamers in Erinnerung gerufene Diptychon Brigadefeier- Gerüstbauer (1977/78) bildete den Einstieg ins Gespräch. War es doch damals Gegenstand konträrer Diskussionen, die den in der DDR herrschenden Kunstverstand bloßlegten. Neu war vielleicht für den einen oder anderen Besucher die Erkenntnis, dass das auf der VIII. Kunstausstellung der DDR gezeigte Diptychon dem Künstler zu einer über die Grenzen der DDR hinausgehenden Anerkennung verhalf.

    Digitalisierte Fotos, auf die im Laufe des Gesprächs zurückgegriffen wurde, zeigten verschiedenen Ansichten seiner Installation „Auswildern“, die gegenwärtig im Leipziger Museum der bildenden Künste zu besichtigen ist sowie Gemälde aus gegenwärtiger Entstehungszeit.  

    Die Besucher des Salons bekamen einen kleinen Einblick in Lebensstationen und Schaffensperioden des Künstlers und wurden durch das interessante Gespräch angeregt, sich erneut oder wieder mit Gilles Kunst zu beschäftigen. 

     

  • Salonthema: Geschichtenerzähler in verschiedenen Welten

    Salonthema: Geschichtenerzähler in verschiedenen Welten

    Hans-Werner Honert

    An diesem Donnerstag kamen trotz der vielfältigen Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse viele Besucher zum Gespräch und der anschließenden Lesung mit Hans-Werner Honert ins Schumann-Haus. Wer da war, hat es nicht bereut, denn Honert versteht es nicht nur als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Geschichten durch die Welt des Films zu erzählen, sondern hat auch seinen ersten Roman unter dem Titel „Maria und der Patriot“ vorgelegt. Mit seinem humorvollen Blick auf seinen erfolgreichen beruflichen Lebensweg und auf die Gesellschaft in der er lebte sowie auf die, in der er heute lebt, hatte er die Aufmerksamkeit, Lacher und Sympathien des Publikums  gleich auf seiner Seite. In lockerer Atmosphäre erzählte er spannend und interessant über seinen Weg zum Regisseur und gewährte den Besuchern einen kleinen Einblick in die Filmwelt hinter der Kamera.
    Eingestimmt und begleitet wurde der Salon durch Filmmusik, die der rumänische Pianist Cristian Dirnea am Flügel darbot. Nach der Pause las Honert ausgewählte Passagen aus seinem Buch. Darin erzählt er im Spiel zwischen Fiktion und Realität eine Liebesgeschichte und verknüpft sie mit der Suche nach den Auftraggebern des  politischen Mordes am deutschen Manager und ersten Treuhand-Chef Detlef Karsten Rohwedder. Da die Umstände des Mordes bis heute ungeklärt sind, kommen schnell Verschwörungstheorien und Spekulationen auf. Wer mehr erfahren will, sollte das Buch unbedingt lesen.

  • Salonthema: „Aus meinem Zettelkasten“

    Salonthema: „Aus meinem Zettelkasten“

    Peter Sodann

    Im ausverkauften Salon am Donnerstag sprach Peter Sodann, Schauspieler, Regisseur und langjähriger Intendant des "neuen theater" in Halle, über Höhen und Tiefen seines bewegten Lebens. Wie in seiner Autobiografie "Keine halben Sachen – Erinnerungen" waren wichtige Stationen seines Werdegangs sowie Personen, die seinen Lebensweg beeinflussten, Gegenstand seines Dialogs mit Moderatorin Dr. Angelika Neumann-Pudszuhn. Die Besucher spürten, dass da jemand nicht nur über sich spricht, sondern teilweise auch über ihre eigene Lebensgeschichte. Es waren berührende Erinnerungen eines Prominenten, der als streitbarer Zeitgenosse und Querdenker trotz mancher Enttäuschung und Kränkung sich immer treu geblieben ist. Nach der Pause verknüpfte Peter Sodann Gedichte mit eigenen Geschichten, las aus Briefen und Maireden, parodierte ein ost- und westdeutsches Ehepaar auf der Reise und war wieder ganz in seinem Element. Es war ein nachdenklicher und unterhaltsamer Salon. Die Zuschauer dankten es mit lang anhaltendem Beifall.

Der Rahn Education-Newsletter

Wir halten sie zuverlässig auf dem Laufenden und informieren Sie regelmäßig über aktuelle Veranstaltungen, Neuerungen im Schulsystem und vieles mehr.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Wir freuen uns über Ihr Interesse und stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

Neuigkeiten

Mehr Neuigkeiten
Zufriedene Stimmen
zurück weiter

Suche: Hier finden Sie ganz einfach das richtige Bildungsangebot

Leider haben wir keine Ergebnisse zu Ihrer Suche finden können.