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Pädagogisches Konzept

Freie Oberschule Leipzig (Standort mit Inklusion)

  • Miteinander arbeiten - voneinander lernen - füreinander da sein

    Das Hauptanliegen der Schule ist es, jede*n Schüler*in entsprechend der individuellen Möglichkeiten zu fördern und zu fordern.

    • Lernen im eigenen Tempo und auf individuellen Wegen
    • Verständnis für die Andersartigkeit und das Besondere bei jedem Menschen
    • Leben und Lernen im sozialen Gefüge, dem Klassenverband mit Klassenlehrer*in und Förderpädagogen
    • Gemeinsames Lernen von Schülern*innen mit und ohne geistige Einschränkungen, sozial-emotionalen Besonderheiten und körperlichen Beeinträchtigungen 
    • Zusammenarbeit mit Schulbegleitern und persönlichen Assistenzen 
    • Umsetzung der sächsischen Lehrpläne
    • Durch eine starke Berufsorientierung und die Einbindung außerschulischer Lernorte Vorbereitung auf das selbstständige Leben
    • Kinder mit und ohne Förderbedarf können Ihre Kompetenzen besser entwickeln und werden deutlich besser auf den Arbeitsmarkt vorbereitet
    • Tanz als Unterrichtsfach zur Persönlichkeitsbildung, Stärkung des Selbstvertrauens und der motorischen Entwicklung
  • Gründe für inklusive Bildung

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  • Was bedeutet Inklusion für uns?

    Inklusion soll hier am Standort auf verschiedenen Ebenen gelebt werden. Dazu gehört natürlich vorrangig die Gemeinschaft, aber auch der pädagogische Aspekt und die Gestaltung der Räumlichkeiten stellen wichtige Grundlagen zur Umsetzung unseres Konzepts dar.

    1) Gemeinschaft

    In einer Klasse werden alle Schüler*innen gemeinsam unterrichtet. Es gibt Schüler*innen, denen das Lernen leichtfällt, es gibt Schüler*innen mit Förderbedarfen, es gibt Schüler*innen, die für Aufgaben weniger Zeit als andere benötigen, es gibt Schüler*innen mit Teilleistungsstörungen, es gibt Schüler*innen die spezielle Umstände für erfolgreiches Lernen benötigen und vieles mehr. Der Grundgedanke des Zusammenlebens und -lernens geht vom einzelnen Kind aus - nicht von einer homogenen Masse.

    Schüler*innen mit Förderbedarf werden nicht in ein existierendes System eingepflanzt, sondern sind von Beginn an genauso Teil dessen, wie alle anderen Schüler*innen. Die Frage ist nicht, wie wir dem Förderkind gerecht werden können, sondern wie wir alle Schüler*innen - unabhängig von ihrem Lernstand - bestmöglich erreichen.

    In einer Klasse mit maximal 20 Schüler*innen gibt es etwa vier Schüler*innen mit attestierten Förderbedarfen. Die Förderbedarfe kommen dabei aus verschiedenen Schwerpunkten. Alle anderen Schüler*innen lernen ohne dokumentierten Förderbedarf. An der individuellen Zuwendung ändert ein Förderbedarf jedoch nichts. Jedes Kind bekommt die Unterstützung, die es benötigt, um motiviert und zielführend lernen zu können.

    Ein guter Personalschlüssel, der nicht an der Untergrenze des Machbaren liegt, ist dabei die grundlegende Voraussetzung, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Dem Team wird jedoch nicht nur durch Quantität die Möglichkeit gegeben, Unterricht vom einzelnen Kind aus zu denken, auch die Qualität der Zusammensetzung spielt eine elementare Rolle. In multiprofessionellen Gemeinschaften, ist es möglich, Prozesse zusammen zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Teil des Teams können unter anderem Fachlehrkräfte, Förderlehrkräfte, Heilpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Schulbegleiter*innen, Menschen in Ausbildung, Erzieher*innen, Psycholog*innen... sein.

    2) Pädagogik & Didaktik

    Unterricht findet in einer Form statt, die die Teilhabe aller Schüler*innen daran ermöglicht. Dies ist nur möglich, wenn Unterricht geöffnet und ohne eine dauerhafte, frontale Erklärposition gestaltet wird. Schüler*innen werden in geeigneten Unterrichtsformen herausgefordert, ihren Lernprozess selbst zu organisieren. Diese Entwicklung erfolgt schrittweise und begleitet.

    Offene Unterrichtsformen stehen im Schulalltag im Vordergrund: Lerntheken, Stationsarbeit, Werkstätten, Arbeitspläne, … Dabei ist Differenzierung selbstverständlich. Jede*r arbeitet auf dem Niveau, was für ihn/sie den besten Lernzuwachs sichern kann. Die inhaltliche Orientierung zur Planung erfolgt dabei an den sächsischen Lehrplänen. Schüler*innen, denen das Lernen sehr leichtfällt, bekommen so die Möglichkeit zusätzliches Wissen zu erwerben, Exkurse in spezielle Themengebiete zu unternehmen und sich tiefgründig mit Bereichen auseinanderzusetzen, denen ihr spezielles Interesse gilt. Schüler*innen, die beim Lernen mehr Zeit benötigen, erarbeiten sich die Lerninhalte, die für das Bestehen im Alltag und in einer möglichen Prüfung notwendig sind. So bleiben sie motiviert, weil das Erleben von negativen Lernerfahrungen stark zurückgeht.

    Obwohl offene Formen im Unterricht vorherrschen, ist eine deutliche Struktur und Ritualisierung notwendig. Dazu gehören nicht nur Visualisierung und Transparenz der Lernziele, sondern auch Verhaltensrückmeldungen und das Auswerten der Arbeitsergebnisse. Die Freiarbeitsphasen sind in gemeinsame Stundenanfänge und -abschlüsse eingebettet, sodass auch Schüler*innen, die Startimpulse benötigen, abgeholt werden.

    Zur Arbeit in einer inklusiven Schulgemeinschaft gehört die gegenseitige Unterstützung. Dabei kann jeder die Rolle des/der Unterstützenden oder andersherum einnehmen. Je nach persönlichen Fähigkeiten helfen sich die Schüler*innen unter anderem mit Erklärungen, mentaler Unterstützung oder dem Erstellen von Material.

    Die Lehrkräfte sind in diesen Prozessen Erklärer*innen, Unterstützer*innen und Moderator*innen. Dabei fühlen sich alle Lehrkräfte für alle Schüler*innen zu ständig. Die Expertise für Inhalte liegt zwar bei den Fachlehrer*innen, doch auch andere anwesende pädagogische Kräfte unterstützen die Schüler*innen bei fachlichen Anliegen. Die Expertise für förderpädagogische Überlegungen liegt bei den Förderlehrer*innen, doch auch die Fachlehrer*innen und alle anderen pädagogischen Kräfte sind in gleichem Maße für Fragen und Befindlichkeiten der Schüler*innen mit Förderbedarf da. Die Expertise liegt verteilt, die Verantwortung liegt im Team.

    3) Räumlichkeiten

    Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass jede*r einen Ort zum Lernen findet, wo er/sie sich wohlfühlen kann. Die klassische Arbeit am Schultisch ist ebenso anerkannt, wie das Nutzen von Bodenmatten oder das Aufsuchen spezieller Freiarbeitsräume. Die Schüler*innen geben Impulse an die Lehrkräfte, welche Gestaltung der Lernräumlichkeiten für ihre Motivation förderlich ist.

    Zusätzlich zu alternativen Lernplätzen gibt es Rückzugsorte und Teilungsräume. Diese Räumlichkeiten sollten vielfältig eingesetzt werden.

    Beispiele:

    • Einzelförderung
    • Gruppenarbeiten
    • Ruhe finden in schwierigen Situationen
    • Differenzierungsangebote (zusätzliches Wissen vermitteln oder Inhalte üben bzw. nachholen)
  • Was wir NICHT unter Inklusion verstehen

    Inklusion heißt nicht ausschließlich Kinder mit verschiedenen Förderbedarfen an einer Schulform zu mischen.
    -> Für ein inklusives Setting lernen Kinder ohne und Kinder mit Förderbedarf gemeinsam.

    Inklusion heißt für uns nicht, dass immer alle in einem Raum sind und dort das Gleiche machen.
    -> Jede*r macht das, was für ihn/sie bedeutsam ist.

    Inklusion heißt nicht, alle gleich zu bewerten und gleich zu unterrichten.
    -> Es gibt unterschiedliche Bewertungsrichtlinien und ein differenziertes Lernangebot.

  • Entwickeln, verändern, gestalten

    Das beschriebene Szenario ist zum jetzigen Zeitpunkt unsere Vorstellung von einem gelungenen inklusiven Setting.

    Wir sind uns im Klaren darüber, dass man diesen Anspruch nicht immer zu 100% erreichen kann. Es wird immer Verbesserungsmöglichkeiten und Veränderungspotential geben. Neue Konzepte, erweiterte Materialien, modernere Technik…

    Jedoch werden wir immer nach bestem Wissen und Gewissen individuell und empathisch an unsere Schüler*innen herangehen. Unser Ziel ist es, langfristig Schüler*innen aus unserer Schule zu entlassen, die ihre Potentiale entfalten konnten, selbstständig geworden sind und dabei Freude hatten. Schüler*innen, die Individualität nicht als Hürde, sondern als Chance unserer sozialen Gemeinschaft begreifen. Schüler*innen, die eine Gesellschaft von morgen mitgestalten werden.

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