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Stellungnahme des Schulträgers

Stellungnahme des Schulträgers zur Problematik der Kündigungen an der Kindertagesstätte Notenzwerge Berlin

Am 28.01.2019 wurde zur Elternvertretersitzung der Kindertagesstätte Notenzwerge Berlin bekannt gegeben, dass durch die anhaltenden Probleme in der Personalstruktur ein harter Einschnitt erforderlich wird, um weiterhin Kinder mit ausgebildetem Personal betreuen zu können. Ein sehr hoher Krankenstand und unvorhersehbare Fluktuation führten dazu, dass von 36 Erziehern zweitweise maximal 50 % der Erzieher vor Ort waren, um die Kinder zu betreuen.

In den vergangenen Monaten haben wir durch verschiedene Maßnahmen den Betrieb der Kita Notenzwerge durch ausgebildete Erzieher aus unseren anderen Standorten über längere Zeit aufrechterhalten. Nachdem im Januar trotz diverser Maßnahmen durch uns als Kita-Träger zur Situationsverbesserung sich keine Erfolge zeigten, wurden der Senat und das Jugendamt angesprochen, um Lösungen für diese unhaltbare Situation zu erreichen.

Unter Berücksichtigung der Sicherheit in der Kindertagesstätte Notenzwerge und, da das Wohl der Kinder im Vordergrund steht, wurde die Entscheidung getroffen, die Anzahl der zu betreuenden Kinder auf die Summe zu reduzieren, die durch die vorhandenen ausgebildeten Erzieher und Quereinsteiger voll umfänglich betreut werden können.

Es existieren in Berlin auch andere Kindertagesstätten, die von der räumlichen Kapazität her, mehr Kinder aufnehmen könnten, wenn sie über eine ausreichende Anzahl ausgebildeter Mitarbeiter verfügen würden. Die Dramatik unseres Vorgangs liegt darin, dass nicht wie möglicherweise bei anderen Berliner Trägern, Kapazitäten erst gar nicht aufgebaut wurden, sondern, wie in unserem Fall, die vorhandene Kapazität reduziert werden muss, was zu schmerzhaften Einschnitten im Einzelfall führen wird.

Die Mitteilung dieser Entscheidung erfolgte am Montag, 28. Januar 2019, im Rahmen einer Elternvertreterberatung in der Kindertagesstätte Notenzwerge im Beisein einer Vertreterin des Senats und des Jugendamtes Berlin und es war leider notwendig, 113 Kitaplätze von 221 abzubauen. Dies erfolgte zunächst unter Berücksichtigung aller sozialen Aspekte und am Ende unter Einzelfallentscheidungen.

Die Geschäftsführung ist sich über die katastrophalen Auswirkungen auf die betroffenen Eltern und Kinder im Klaren und führte Gespräche mit Eltern und den Medien vor Ort, um die Entscheidung zu erläutern.Die Rahn Education, früher Rahn Schulen, eine gemeinnützige Schulgesellschaft, arbeitet in Deutschland seit 90 Jahren und kann auf viele Erfolge verweisen.

Die in Berlin eingetretene Situation in der Kita Notenzwerge wird von der Geschäftsführung als Tiefschlag empfunden, wobei die Verantwortung hierfür auch von der Geschäftsführung gesehen und getragen wird.

Aus diesem Empfinden heraus erwächst auch die hohe Motivation alles dafür zu tun, um diese Schieflage wieder zu bereinigen und einen Neustart am Standort Berlin in Angriff zu nehmen.

An dieser Stelle sei bemerkt, dass gemeinnützige Organisationen in Deutschland, wie z. B. die Dr. P. Rahn & Partner Schulen in freier Trägerschaft gemeinnützige Schulgesellschaft mbH, keine Gewinne oder Verluste erwirtschaften dürfen und gemeinnützige Organisationen ab einer bestimmten Größenordnung (hierzu gehört auch die Rahn Education) lückenlos überprüft werden.

In der Kindertagesstätte Notenzwerge wurden von uns als Träger ca. 300 T€ investiert, um gute Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung zu schaffen.

Derzeit erhalten unsere Erzieherinnen und Erzieher 95 % des Tarifs der Länder (TV-L).  In der Leitungsberatung am 28.01.2019 hatte die Geschäftsführung beschlossen, mit dem Neustart der Kita Notenzwerge ab März 2019 mit 108 Kindern und Gehältern für die Erzieherinnen und Erzieher von 105 % des TV-L zu vollziehen.

Derzeit finden bereits Gespräche mit drei anderen Berliner Kita-Trägern statt, was Personalunterstützung und Erfahrungsaustausch anbelangt.

Viele Jahre betreiben wir als gemeinnütziger Schulträger in Deutschland und darüber hinaus Kitas und Schulen. Bei der Gründung der Kita Notenzwerge in der Hauptstadt haben wir Erfahrungen zugrunde gelegt, die wir bisher an unseren anderen Standorten machen konnten. Wir haben aber feststellen müssen, dass anderen Orts gemachte Erfahrungen auf Berlin nicht in jedem Punkt anwendbar sind, und wir uns nicht ausreichend auf die besondere Situation in der Hauptstadt vorbereitet haben. Es ist derzeit kaum möglich in Berlin ausgebildetes Fachpersonal und Leitungspersonal zu finden.

Wir beabsichtigen nicht, uns vom Standort Berlin in der Kindertagesstätte Notenzwerge zurückzuziehen, sondern uns den Herausforderungen zu stellen.

 

Gotthard Dittrich
Geschäftsführer

Leipzig, 31. Januar 2018

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