Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer

Widerstandsprojekt 2023 in Berlin

Auch in diesem Jahr haben einige Schülerinnen und Schüler der Freien Fachoberschule in Leipzig an dem jährlichen Projekttreffen zum Thema „Widerstand in Diktaturen – Was können wir daraus lernen?“ in Berlin teilgenommen. Die 12. Klassen beschäftigten sich im Unterricht mit unterschiedlichen Personen und Gruppen, die im Nationalsozialismus oder in der DDR Widerstand leisteten und erstellten Plakate, Audioformate, kleine Videos oder Zeitschriften dazu. Vom 13.11. bis 17.11. tauschten sich 5 Schülerinnen und Schüler mit Schülerinnen und Schüler aus Warschau, Lyon und Plön auf dem Abschlusstreffen in Berlin aus.

Den Auftakt des internationalen Treffens bildete eine Ausstellung der Projektergebnisse, bei der sich alle Beteiligten über Personen und Gruppen im Widerstand in Frankreich, Polen und Deutschland informierten und miteinander in Diskussion traten. Begleitende Workshops zu Formen, Arten und Motiven des Widerstands, zum historischen Kontext und zur Frage „Was lernen wir daraus?“ boten die Möglichkeit das Gesehene zu verarbeiten und zu ordnen.

Da das Treffen in den Räumen der Gedenkstätte Deutscher Widerstand stattfand, nutzten die Schülerinnen und Schüler die dortige Dauerausstellung und die Ausstellung „Stille Helden“ zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den bekannten Biographien zum Attentat am 20.07.1944 und den eher unbekannten Biographien von Personen, die im Nationalsozialismus in Europa in unterschiedlichen Formen Widerstand leisteten. In einer Diskussionsrunde mit Prof. Frieder Meyer-Krahmer, einem Enkel von Carl Friedrich Goerdeler, konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen zu dessen Biographie und zum Attentat von 1944 stellen. Zum Weiterdenken regte die Ausstellung „Roads Not Taken“ im Deutschen Historischen Museum an. Sie bot die Gelegenheit sich mit Alternativen Szenarien unter anderem in Bezug auf 1944 und 1989 auseinanderzusetzen. Der historische Kontext des DDR-Widerstands wurde mit einer Ausstellung zur Jugendopposition in der DDR von der Robert-Havemann-Gesellschaft und einem Zeitzeugengespräch mit Christian Halbrock, der in der Umweltbewegung der DDR aktiv war, vertieft.

Gefördert wird das Widerstandsprojekt durch die Europäische Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur, der Carl und Anneliese Goerdeler Stiftung sowie dem Deutsch-Französischen Jugendwerk.

Weiterführende externe Links:

Ecole élémentaire Internationale de Lyon
Gymnasium Schloss Plön
Carl und Anneliese Goerdeler Stiftung
Willy-Brandt-Schule Warschau
 

Vergangene Projekte

An der Freien Fachoberschule in Leipzig fand nach zwei Jahren coronabedingter Pause 2022 das Projekt „Widerstand in Diktaturen – Was können wir daraus lernen?“ erneut statt, in Zusammenarbeit mit dem Projekt RESIST 1933 - 1945. Pour les droits de l'homme/Für die Menschenrechte. Die 12. Klassen beschäftigten sich im Unterricht mit unterschiedlichen Personen und Gruppen, die im Nationalsozialismus oder in der DDR Widerstand leisteten und erstellten Plakate, Audioformate, kleine Videos oder Zeitschriften dazu. 10 Schüler:innen davon trafen sich vom 22.11. bis 24.11.2022 mit Schüler:innen aus Warschau, Lyon und Plön. In einer kleinen Ausstellung der Projektergebnisse tauschten sie sich über ihre Projektergebnisse und den Widerstand in Frankreich, Polen und Deutschland aus. Begleitende Workshops zu Formen, Arten und Motiven des Widerstands, zum historischen Kontext und zur Frage „Was lernen wir daraus?“ boten die Möglichkeit das Gesehene zu verarbeiten und zu ordnen.

Zur vertiefenden Auseinandersetzung mit der Thematik besuchten sie auch außerschulische Orte in Leipzig. Die erste Exkursion ging zur Gedenkstätte für Zwangsarbeit in Leipzig. Dort gab es eine Führung durch die Gedenkstätte und das Gelände und einen Workshop zu polnischen und französischen Personen, welche während des Nationalsozialismus bei der HASAG Zwangsarbeit verrichten mussten und im Außenlager des KZ Buchenwalds in Leipzig inhaftiert waren. Im Archiv der Bürgerbewegung Leipzig gab es einen Workshop und ein Zeitzeugengespräch zur Beatbewegung der DDR und der Beat-Demo 1965 in Leipzig. Am letzten Tag besuchte ein Teil der Gruppe das Zeitgeschichtliche Forum, der andere Teil das Schulmuseum in Leipzig. Im Schulmuseum thematisierten die Schülerinnen und Schüler Schule und Jugend im Nationalsozialismus und in der DDR.

Gefördert wird das Widerstandsprojekt durch die Europäische Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur, der Carl und Anneliese Goerdeler Stiftung sowie dem Deutsch-Französischen Jugendwerk.