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Ökologisch nachhaltig gärtnern, ernten und essen am Börde Campus Gröningen

Ökologisch nachhaltig gärtnern, ernten und essen am Börde Campus Gröningen

Im Garten des Börde Campus in Gröningen zu lernen und arbeiten, ist immer ein Erlebnis für die Schüler:innen. Unsere Gartensaison beginnt schon früh mit der Anzucht der Gemüsepflanzen wie Zucchinis, Tomaten und Hokkaido-Kürbisse.
So stecken die Schüler:innen der 5. Klassen bereits im März und April die Samen in kleine Pflanztöpfe und erwarten mit großer Spannung, wie sich nach und nach die ersten kleinen Pflanzen zeigen. Da alle Anzuchttöpfe „personalisiert“ sind und einen Aufkleber mit dem Namen des Schülers oder der Schülerin sowie der Gemüsesorte besitzen, können sie das Wachstum besonders gut verfolgen.


Zur gleichen Zeit bereiten die Mädchen und Jungen der 6. Klassen schon die Beete für die neue Saison vor, indem sie den Schulgarten mit „Bärenkräften“ und Teamgeist komplett umgraben, da sich der fruchtbare Börde-Boden über den Winter stark verdichtet. Dabei entwickeln sie eine solche Tatkraft, dass viele am liebsten die Pause und den folgenden Unterrichtsblock gern noch weitergraben würden.
Dann wird auch schon gepflanzt, mehrere Sorten Blattsalat wie Lollo Rosso, Lollo Bionda und Pflücksalate – alles Jungpflanzen, damit auch bald geerntet werden kann, denn das Schuljahr wird von da an nur noch 2-3 Monate bis zu den Ferien haben. Die Aussaat verschiedener anderer Gemüsesorten wie Radieschen, Möhren, Rote Beete, Zwiebeln und Rüben erledigen die Schüler in Teams ganz begeistert und professionell mit Hilfe eines Reihenziehers. Auch beim Legen von Saatkartoffeln in Kartoffelfurchen mit Anhäufeln zum Kartoffeldamm sowie beim Bau von Stangenbohnen-Tipis haben sie großen Spaß. Abenteuerlustig und wissbegierig lassen sie sich auf Neues ein.


So entwickelt sich unser Schulgarten oft ständig weiter, indem auch die Schüler:innen ihre Ideen einbringen. Zum Beispiel kam die innovative Idee, ein nachhaltiges Hügelbeet anzulegen, von Marek Stöckel aus der Klasse 5.2, welcher auch eine packende Präsentation darüber hielt. Die Vorteile eines Hügelbeetes begriffen die Schüler:innen aller Klassen als absolut genial: Anregung des Pflanzenwachstums durch höhere Beet-Temperaturen aufgrund der Verrottungsprozesse in der Unterschicht, natürliche Nährstoff-Versorgung durch Recycling von Gartenabfällen zu Komposterde als auch Vergrößerung der Garten-Anbaufläche um zwei Drittel. Ein einleuchtendes Motiv, dass alle beteiligten Schüler:innen der 5. und 6. Klassen zur Höchstform auflaufen ließ bei der praktischen Umsetzung. Noch dazu machte es einen Riesenspaß, das spatentief ausgehobene Beet planmäßig mit Geäst, Strauch- und Rasenschnitt zu füllen, darauf gemeinsam herumzutrampeln, den gigantischen Berg Aushub-Erde wieder aufzuschippen und schließlich mit den selbstgezogenen Anzuchtpflanzen zu bestücken. Das augenscheinliche Turbo-Wachstum der Gurken-, Zucchini- und Kürbispflanzen beeindruckte die Schüler:innen schwer.


Nach all der Arbeit ist jetzt endlich "Ernten & Essen" angesagt, so heißt unser Börde Campus-Slogan im Hauswirtschaftsunterricht. Das eigene Obst und Gemüse zu ernten, macht genauso viel Lern-Spaß, wie dessen Zubereitung zu gesunden Sommer-Salaten, Gemüse-Bolognese und erfrischenden Erdbeer-Milchshakes oder Minze-Gurken-Spritz-Cocktails.
Nachhaltig gärtnern heißt für uns auf dem Land nichts anderes als einfach und natürlich gärtnern:
Ökologischer Anbau, da es der Umwelt gut tut ohne chemische Dünger, sondern mit Pferdemist und Brennnesseljauche zur Stärkung der Pflanzen. Auf Folge- und Mischkulturen sowie auf die richtigen Beetpartner achten wir besonders, um Schädlinge nachhaltig zu vertreiben. So wird auch unsere heimische Artenvielfalt gestärkt, denn wir setzen heimische Wildpflanzen wie Salbei, Lavendel, Thymian, Oregano und Minze in die Beete und lassen auch „wilde“ Ecken zu, vor allem im Kräuterbeet. Ressourcenschonender Anbau, weil wir vorwiegend mit Regenwasser aus mehreren Regentonnen gießen, bei langanhaltender Trockenheit erst mit Brunnenwasser. Klimafreundliches Ernten und Essen, da vorwiegend regional & saisonal gegessen wird, wodurch sich die LKW-Transporte reduzieren und damit der Kohlendioxid-Ausstoß, denn das Klima wird sich weiter rasant und unberechenbar verändern.

Anja Bellin
Lehrerin für Hauswirtschaft

Fleißige Gärtner:innen

 

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