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Schülergesprächskonzerte der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie

Schülergesprächskonzerte der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie

Nach 11-monatiger Pause fand am 12. Oktober das erste Schülergesprächskonzert der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie Dresden im Campussaal des Musikalisch-Sportlichen Gymnasiums Leipzig statt.

Bei insgesamt drei Schülergesprächskonzerten mit fünf Schulen wurden am Musikalisch-Sportlichen Gymnasium Leipzig Werke der Komponisten Wilhelm Grosz und Ernest Bloch aus Österreich, sowie Moishe Weinberg aus Russland vorgestellt. Zu Besuch waren Schüler*innen verschiedener Schulen aus Leipzig wie dem  Rudolf-Hildebrand-Gymnasium, der Thomasschule, der 94. Oberschule und dem Klingergymnasium. Als ganz besondere Gäste wurden der US-Konsul Ken Toko und seine Frau sowie Herr Dr. Feist, Beauftragter für jüdisches Leben in Sachsen, empfangen.

Unter ihrem künstlerischen Leiter Michael Hurshell präsentiert die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden an vielen Schulen im Freistaat Sachsen Werke verfolgter jüdischer Komponisten. Anschließend wird mit den Schülern diskutiert, welche Auswirkungen der Nationalsozialismus nicht nur auf den Bereich von Kunst und Kultur, sondern auch auf das Leben jedes Einzelnen bedeutete. Musik wird hier als allgemein zugängliches, vertrautes Medium genutzt, um sächsischen Schülern die in weiten Teilen unbekannte jüdische Kultur ihrer Heimat näher zu bringen und das Nachdenken über Kunst und Künstler in der Diktatur anzuregen.

Kultusminister Christian Piwarz: „Die Neue Jüdische Kammerphilharmonie bewahrt mit ihren Konzerten die Werke verfemter, verfolgter oder ermordeter jüdischer Komponisten vor dem endgültigen Vergessen und leistet einen Beitrag zur Versöhnung und zum kulturellen Verständnis. Dieses Anliegen unterstütze ich gern. Die Reihe wird auch künftig fortgesetzt. Denn es ist aus meiner Sicht sehr wichtig, dass sich sächsische Schulen in Zeiten, wo in Medien und auf öffentlichen Plätzen die Vergangenheit in Frage gestellt und historische Fakten angezweifelt werden, der Aufklärung stellen und geschichtliche Wahrheiten als solche benennen.“

Thomas Feist, der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben bekundete gegenüber US-Generalkonsul Kenichiro (Ken) Toko seine Anerkennung, dass dieser schon kurz nach seinem Amtsantritt im August des Jahres Vertreter Jüdischen Lebens in Sachsen und Partner der Gemeinden zum Gespräch einlud. Das damit verbundene Signal der Wertschätzung Jüdischen Lebens in Sachsen zeigte sich Feist zufolge auch bei der Teilnahme am Schülergesprächskonzert in Leipzig.

Das Projekt wird vom vom Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) organisiert und koordiniert und vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus unterstützt. Im Rahmen des Projekts haben die teilnehmenden Lehrer*innen bereits im September an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen.


 

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